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Rechtfertigung eines Schreiberlings


chreiben ist eine ganz normale Arbeit, zu der man sich manchmal zwingen muss, zu der man manchmal überhaupt keine Lust hat, es ist eine Arbeit, die schnell müde macht, so dass man die Konzentration verliert.

Verglichen mit vielen Arbeiten, die ich schon kennengelernt habe, gehört Schreiben zu den schwersten, schwerer als Essen zubereiten, den Haushalt machen, am Fließband stehen oder den Hof fegen. Bei all diesen Tätigkeiten sind Geist & Seele kaum im Einsatz. Beim Schreiben läuft das Gehirn auf Hochtouren, und die Seele muss ständig wachsam sein, sich selbst beobachten. Das kann mitunter so anstrengend sein, dass man jede Freude am Schreiben verliert.

Ich frage mich gerade, warum ich das hier aufschreibe. Ich vermute, dass ich für uns Schreiberlinge eine Rechtfertigung versuche, weil zu viele Menschen immer noch denken, dass wir es so gut haben, so leicht und bequem. Wer das denkt, weiß nichts davon, dass uns unser „Stoff“ unablässig verfolgt, unser ganzes Denken und Fühlen mitunter tagelang davon besetzt ist. Das ist kaum auszuhalten, wenn die ganze Meute im Kopf herumtobt, keine Ruhe gibt und sogar Schmerzen verursacht, wenn sie beiseitegeschoben wird.

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