[<<] 1 2 3 4 5 6  

[ Sie befinden sich in der Rubrik: Vorworte ]








Titel |
Inhalt |

Vorworte |
Dämonisches |
Tagebuch |


verDichtungen |

Fips & Fratz |
Quellennachweise |

Spenden |


lyrikologie, lysik & phyrik und reimtime

DomainLane

ielleicht trägt es zum Verstehen der Ziele und Eigenarten dieser Schrift am klarsten bei, wenn ich kurz die Bezeichnung der Internet-Adressen "lyrikologie.de", "phyrik.info", "lysik.info" und "reimtime.de" erkläre.
  • Schnell erklärt ist "reimtime": Als verDichter, der großen Wert auf sich reimende Verse legt, hat mich dieses sich reimende Zusammentreffen oder Zusammenspiel von zwei Sprachen (english und Deutsch) gelockt, das mir zum ersten Mal in einer Radiosendung begegnete, wobei ich nicht mehr erinnere, wann das war, noch um welchen Sender es sich gehandelt hat. Die de.Internet-Domain war noch zu haben, also habe ich sie registriert.
    Die Wortschöpfung dieses mehrsprachigen Reimes ist also ganz klar NICHT auf meinem Mist gewachsen, diese Ehre gebührt einer (oder einem) mir Unbekannten.
  • "lyrikologie" ist ein im wissenschaftlichen Diskurs eher etwas augenzwinkernd verwendeter Begriff, weil es die "Lyrikologie" als eigenständige "Wissenschaft" nicht gibt; der Begriff erweckt nur den Anschein, weil das "-logie" darin der Psycho"logie" oder Bio"logie" analog ist. Im "Netzwerk 'Lyrikologie. Konturen eines Forschungsfeldes'" der Uni Jena wird zwar versucht, "den Arbeitsbereich Lyrikforschung schärfer als bisher zu konturieren", aber die "Lyrikologie" ist dadurch nicht zum eigenständigen Studienfach oder zum "offiziellen" wissenschaftlichen Terminus geworden. An der Uni Potsdam wird ebenfalls unter dem Schlagwort "Lyrikologie" versucht "...die Theorie der Lyrik auf der Höhe der aktuellen literaturwissenschaftlichen Reflexion zu diskutieren". Auch in germanistischen und sonstigen literaturwissenschaftlichen Veröffentlichungen taucht der Begriff verschiedentlich auf, wenn es um die analytische und methodologische Betrachtung von Lyrik geht.
    Auch hier war die Domain noch zu haben - und in solchen Fällen zögere ich dann auch nicht sonderlich lange...
  • "lysik" und "phyrik" sind Kofferworte (oder Schachtelworte), sie setzen sich aus den beiden Begriffen "Lyrik" und "Physik" zusammen und weisen - wenn auch nicht ganz ohne Erklärung oder längeres Nachdenken gleich erkennbar - bereits darauf hin, dass hier Elemente beider Welten miteinander vereint werden; vielleicht ist es ratsam, vorsichtiger zu formulieren und zu sagen, dass diese Elemente miteinander in Berührung gebracht werden. Um einen wissenschafts-theoretischen Begriff zu benutzen, ließe sich auch sagen, dass es sich bei der Lyrik und der Physik um "komplementäre", also zwar verschiedene, aber sich ergänzende Sachgebiete handelt. Verschachtelt (verDichtet) ausgedrückt ergibt das dann "lysik" oder "phyrik".

    Das mutet zunächst sicher etwas seltsam an, weil zum Beispiel die Gravitation in der Physik und die Reimschemata der Lyrik kaum irgendwelche Ähnlichkeiten oder Verbindungen aufzuweisen scheinen. Und bei anderen Elementen aus Physik (Mechanik, Atomkern, Entropie etc.) und Lyrik (Rhythmus, Versmaß, Sonett etc.) ist das nicht anders.

    Ein wenig näher rücken sich diese beiden Welten jedoch schon beim Druck, der physikalisch zum Beispiel zur Kompression nötig ist. Eine Kompression findet auch beim "Verdichten" der Sprache statt wie es oft in Versen anzutreffen ist, allerdings auf rein mentaler Ebene, also ohne jede physikalische Kraftanstrengung, wenn man davon absieht, dass diejenigen, die die Verse "schmieden" durch die geistige Anstrengung auch biologisch Energie verbrauchen. Bei der physikalischen Kompression wird Materie auf möglichst kleinem Raum zusammengepresst (Schwarze Löcher sind sicher die markanteste Form der physikalischen verDichtung), bei der lyrischen verDichtung wird geistiger Inhalt - oder auch Information - so "form"uliert, so aus- und zusammenge(d)rückt, dass die sprachliche Codierung mit möglichst wenigen Zeichen auskommt und trotzdem - oder oft auch gerade deshalb - eine maximale Wirkung hervorruft. Da kommen sich die physikalischen Schwarzen Löcher und die lyrischen verDichtungen wieder näher: Beide eint, dass ihre Wirkung (Gravitation einerseits und Bedeutung andererseits) hohe bis höchste Kraft erlangt, weil es sich um verDichtete Gebilde handelt.
ie Top-Level-Endung ".info" (als "Top-Level" werden in der Internet-Fachsprache die Buchstaben hinter dem Punkt bezeichnet, als z.B. ".com", ".de", ".berlin" oder eben ".info") weist zusätzlich auf ein weiteres gemeinsames Element der beiden einander eigentlich eher fremden (Geistes-)Welten hin: die INFOrmation. Und hier wird es besonders spannend, weil Information nicht nur ein unbedingt notwendiger Bestandteil der Lyrik ist, sondern - inzwischen - auch eine der Grundgrößen der Physik. Neben Materie & Energie oder Raum & Zeit ist Information ein Bestandteil der Wirklichkeit, ohne den das gesamte Universum mit all seinen Erscheinungsformen wie Sternen, Planeten und Galaxien bis hin zu den biologischen Systemen, also auch bis hin zum Leben - und damit auch zum menschlichen Leben und menschlichen Geist - nicht existieren könnte.

Eine der Kernaussagen meiner "Lysik" oder "Phyrik" ist:

!!
Information ist die immaterielle Grundsubstanz der ganzen Welt.

Ohne Information gäbe es keinen Stern, keinen Mond, keinen Kaffee, keine Fische, keine Einzeller, keinen menschlichen Körper (zum Beispiel den von Donald Trump), keinen Geist (der fehlt Donald Trump sowieso) und natürlich auch keinen einzigen Vers - so wie es auch ohne Energie und/oder Materie dies alles nicht geben könnte - und folglich auch kein Universum der uns bekannten Art.
!!


Auf welche Weise dieser zunächst noch sehr abstrakte Begriff einer "kosmologischen Information" mit Versen - vor allem mit meinen Versen - zusammenhängt, ist Gegenstand auf vielen Seiten dieses "site", sehr ausführlich denke ich darüber aber in der Rubrik Information (unvollständig & noch unerreichbar) nach.

uch "lysik" & "phyrik" sind Kunstworte, verDichtungen, die mit einer großen Bedeutungsvielfalt auf kleinem Raum aufwarten, genauso wie der Titel VERSEDICHTEN. Und der Begriff "Lyrikologie" ist ein Fachterminus unter den Sprachwissenschaftlerinnen, der es zwar nicht zu "offiziellen Ehren" gebracht hat, aber doch immer wieder als Bezeichnung verwendet wird, wenn Philologinnen sich daran machen, für die Verskunst eine wissenschaftliche Betrachtungsweise zu entwickeln und diesem Herangehen einen Namen geben.

Damit sei in dieser Einführung hinlänglich beschrieben, warum dieser Site unter den Internet-Adressen "lyrikologie.de", lysik.info" & "phyrik.info" und "reimtime.de" zu finden ist. Alles weitere dazu erschließt sich bei der Lektüre der vielen Kategorien dieses Site...

Gewissermaßen der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass die Inhalte unter diesen insgesamt vier Domainnamen - also "lyrikologie.de", "lysik.info" und "phyrik.info" und "reimtime.de" exakt dieselben sind. Wer will, mag das für dummes Zeug halten, für eine übertriebene und nutzlose Spielereien mit Internet-Namen - und das isses vielleicht auch.
Aber es ist auch völlig harmlos...

PS:
Bevor ich es vergesse:
Wir leben inzwischen in einer Zeit, in der sich manche Dinge mit einer solchen Geschwindigkeit entwickeln, dass mit ihnen nur Schritt halten kann, wer sich in ihre Welt begibt – und diese Welt ist nicht die des prädigitalen Buchdrucks, sondern die der sich mit nahezu Lichtgeschwindigkeit „bewegenden“ Maschinensprache Eins/Null (1/0) = An/Aus. Dem versuche ich ein wenig gerecht zu werden, indem ich zumindest Teile von VERSEDICHTEN „live“ im Internet verfasse. Vieles wurde schon vor Jahren geschrieben, aber die alten Texte werden ständig aktualisiert und mit neuen Erkenntnissen oder Entwicklungen angereichert.
Und ich bin völlig unsicher, ob ich jemals wie Bert Brecht sagen kann

"Aber eines Nachts schlief ich
Und eines Morgens stand ich auf
Da wusch ich mich vom Kopf bis zum Zeh
Aß und sagte zu mir:
Das ist fertig."

[<<] 1 2 3 4 5 6


[ © 1953 - 2033, Reinhard J. Lenz-Stiewert, All rights reserved. ]
Impressum