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Kein rätselhaftes "Geschwurbel"

eine auf den nächsten Seiten (Klicks) versammelten verDichtungen sind sehr grob nach Bedeutung sortiert - und mittendrin auch mal nach Inhalt oder Thematik. Das für mich Wichtigste kommt zuerst, auf Platz 2 bis 22 (ungefähr). Das heißt jedoch nicht, dass die höheren Nummern nichts taugen. Alle diese lyrischen Texte haben zu ihrer Entstehungszeit im Zentrum meiner Aufmerksamkeit gestanden, sind immer wieder wichtige Erinnerungsstücke.

Hier sind sie alle ohne besondere - und für Lesende erkennbare - Systematik aufgeführt, weil jede einzelne verDichtung einen eigenen, sozusagen ihren ganz "persönlichen" Wert besitzt, eine ganz eigenständige Bedeutung hat, die unabhängig von chronologischen oder qualitativen Gesichtspunkten besteht und insofern auch unabhängig von irgendwelchen Systematiken.

ür die lyrischen "Einzelstücke" benutze ich in der Regel zwei Bezeichnungen, nämlich einmal "Gedicht(e)", wenn es sich um die Werke anderer Lyrikerinnen handelt und "verDichtung(en)", wenn es ausschließlich um meine Verse geht. So kommen alle zu ihrem Recht, und außerdem ist für ein bisschen Klarheit gesorgt. Manchmal schreibe ich auch von verDichtungen, wenn in fremden Verse die sprachliche Kompression meiner Ansicht nach herausragend ausgeführt wurde, und manchmal bezeichne ich Verse, die ich einfach nur für grottenschlecht halte, nicht als Lyrik, sondern als "Lührig".

Es gibt noch weitere sprachliche "Korrekturen", die mitunter durchaus eigenwillig genannt werden können und die recht beständig auf diesen Seiten auftauchen. Ich halte den Duden und seine Regeln für wichtig, aber nicht für so wichtig, dass ich mir nicht immer wieder Verstöße dagegen gönnen würde. Dazu habe ich das Recht, weil es auch meine Sprache ist, die Sprache, mit der ich aufgewachsen bin und mit der ich mich lange genug abgeplagt habe. Und eigentlich habe ich sogar die Pflicht, es immer wieder dann zu tun, wenn ich es für eine Verbesserung halte - vielleicht nur für eine Verbesserung in dem jeweiligen Kontext, weil es eine Verdeutlichung oder ein lustiger Einfall ist. Im Übrigen gilt ein Spruch, den ich irgendwann & irgendwo einmal aufgeschnappt habe:
"Wer einen (echten) Rechtschreibfehler in diesem Buch findet, darf ihn behalten." Gilt auch für grammatikalische Fehltritte.

Allerdings:
Aufrichtig dankbar wäre ich, wenn ich darauf aufmerksam gemacht würde, wenn irgendwo ein "gebrochener" Link oder eine falsche Verlinkung auf diesen Seiten lauerten. Beim immer wieder und wieder Überarbeiten all der Texte und der darin enthaltenen Verweise sind solche Fehlere einfach nicht auszuschließen. Solche Hinweise nehme ich gern unter info@lyrikologie.de entgegen.

u den Fußnoten oder auch den PopUp-Fenstern (eine Sonderform davon wird technisch auch "Alert" ("Warnung") genannt - auch wenn an den Stellen keine Gefahren lauern), die auch in dieser Kategorie ab und zu vorkommen, sei noch angemerkt, dass sie zum Teil - vor allem unter einzelnen verDichtungen - durchaus als Einladung zum Mitmachen, also zum Mit-verDichten gedacht sind. Es gibt einige Verse, bei denen ich mich nicht entscheiden konnte (oder wollte) - und Leserinnen haben natürlich das Recht, auch einmal mitzudenken oder zumindest, es zu versuchen - eine zumutbare Zumutung.

Dass einigen der verDichtungen neben den Fußnoten auch komplette kommentierende Texte, zum Teil sogar Interpretationsansätze, beigesellt wurden, stört vielleicht ein wenig die Optik, aber ist mitunter sehr nötig, weil in diesen Beigaben immer wieder die "Werkstatt" sichtbar wird, "Werkzeuge" und ihr Gebrauch beschrieben werden. Schließlich ist es ein zentrales Thema dieser Schrift, das große Mysterium des (ver)Dichtens zu "entweihen". Und da es auch ein Lehrbuch des verDichtens sein kann, erfüllen diese Kommentare auch einen pädagogisch-didaktischen Zweck. Diese "Begleiterinnen" sind so unauffällig wie möglich angebracht, so dass das Erscheinungsbild der verDichtungen selbst fast nicht beeinträchtigt wird.

Grundsätzlich gilt dabei:
Es geht vor allem darum, das Verstehen so sicher wie nur irgendmöglich zu gewährleisten, das ist mir besonders wichtig, denn: Wozu - das frage ich mich immer wieder bei der Lektüre vieler Werke von Poetinnen gerade der letzten Jahrzehnte - sollten ein Text geschrieben, ein Vers mühsam "gezimmert" werden, wenn die Inhalte trotz großer Mühe nicht verstanden werden? Ob Hölderlin, Nelly Sachs oder Paul Celan - viel zu viele der sprachlichen Konstruktionen vieler Lyrikerinnen sind nicht zu enträtseln - und deshalb eigentlich ungenießbar, was ja bedeutet, dass der Genuss ausbleiben muss und damit auch die Lust zum Weiterempfehlen oder Kaufen weiterer Gedichte.

Auf eine kurze Formel gebracht:
In etlichen meiner verDichtungen zeige ich, dass die in der "modernen Lührigg" so beliebte Sprachzertrümmerung möglich ist, ohne dass die Möglichkeiten des Verstehens dabei auf der Strecke bleiben. Das Zerreißen von Wörtern oder Sätzen, das Zerbrechen von Versen oder ein schrilles Aufjaulen "schräger" Reime darf - und muss - angesichts der irritierenden und zerstörten Wirklichkeiten in der Welt auch in und mit der Sprache abgebildet werden.
Aber wem nützt eine Sprache ohne verstehbare Inhalte?

Sollte es nicht die vielen Herumfabulierer und ihre Apologeten zumindest einmal nachdenklich machen, dass zum Beispiel alle (!) Verse eines Goethe, eines Rilke oder auch eines Georg Heim (um nur einige zu nennen, die ohne rätselhaftes Geschwurbel auskommen) rundum verständlich sind? Und das sind ganz gewiss Namen, die über ernsthafte Zweifel an den poetischen Fähigkeiten ihrer Träger erhaben sind.

Einen letzten Hinweis erlaube ich mir noch:
Ich empfehle dringend, nicht nur die einzelnen Verse, sondern auch die Zusammenhänge zwischen ihnen genau und mit Ruhe und Sorgfalt anzuschauen. Fast in jedem Vers und fast in jeder Strophe gibt es oft überraschende sprachliche Kompressionen - so wie der Schriftzug des Titels "VERSEDICHTEN" (wie schon in einem Vorwort genauer beschrieben) voller verDichteter Bedeutung steckt.

enug präambelt. Ausführlicher wird's in der Lyrikologie (unvollendet & unerreichbar) und auch sonst macherorts, weil die theoretischen Betrachtungen zur Lyrik immer wieder nötig sind. Durch diesen Link (und auch beim nächsten Klick in dieser Rubrik) erreicht man meine ganz persönliche einleitende Erklärung zu meinen lyrischen Absichten und Methoden als - wie ich hoffe vollständig verständliche, wenn auch schwer verdauliche - verDichtung...

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