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[10]

oft tut es weh
zu wissen dass etwas von uns geht
und wir es auch vermissen
wenn größeres entsteht

der abendwind
im garten
kartoffelfeuerduft
zwischen den zwetschgen warten
kreuzspinnen
in der luft die
feierabendglocken
das ferne scheint so nah im osten
wolkenflocken
auch sterne sind schon da
im haus vertraute stimmen
die mutter singt
man lacht
im letzten licht verschwimmen
die namen in der nacht

„vorbei,
verweht,
nie wieder“ *
so unbesorgt
so jung
das lachen und
die lieder
nur noch erinnerung
an
Menschen
Welten
Zeiten
es gibt sie längst nicht mehr
auch wenn sie uns begleiten
die plätze bleiben leer und
wenn wir noch so trauern
um manches alte glück
wir kratzen nur an mauern
es kommt nicht mehr zurück

trost spendet nur das wissen
dass es nicht weiter geht
ganz gleich was wir vermissen
die fäden sind zerrissen

...und es ist auch schon spät.

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